8.Mai / 2025 - erinnerung und gegenwart
09.05. – 24.05.2025 | BBK Atelier OWL | Ravensberger Spinnerei (4. OG) | Ravensberger Park 1, 33607 Bielefeld
Öffnungszeiten
Mittwoch von 12:30 – 14:00 Uhr
Freitag, Samstag und Sonntag von 15:00 – 18:00 Uhr
80 Jahre Kriegsende: 17 Künstler*innen des BBK OWL setzten sich mit Wesen und Bedeutung von Erinnerung auseinander, zeigen unterschiedliche Positionen in vielfältigen Techniken wie Druckgrafik, Installation, Performance, Malerei, Objekt und Skulptur. es entshet ein Bedeutungsraum, individuell, persönlich, brüchig oder verbindend, der Besucher*innen eigene Sichtweisen ermöglicht.
HEAVEN KNOWS …
Joachim Stäblers Werk HEAVEN KNOWS als poetisches Manifest des Friedens
In einer Zeit, in der Waffen lauter sprechen als Worte und Gewalt oft unausweichlich scheint, erhebt Joachim Stäbler mit seinem Werk HEAVEN KNOWS eine andere Stimme – eine leise, doch kraftvolle Botschaft der Hoffnung. Seine Werke sind eine Einladung, die Sprache der Gewalt zu hinterfragen und eine neue Grammatik des Friedens zu schreiben.
Federn statt Gewehre: Ein Wechsel der Perspektive
Eine Waffe steht für Macht, Kontrolle und Zerstörung. Eine Feder dagegen für Leichtigkeit, Freiheit und das Aufbrechen von Grenzen. In HEAVEN KNOWS lässt Stäbler diese beiden Symbole aufeinanderprallen – und verwandelt sie in etwas völlig Neues.
In seinen Skulpturen wachsen zarte Federn aus scheinbar harten, militärischen Formen. Ein kniender Soldat hält keine Gewehre mehr, sondern schwebende Federn, die sanft den Himmel berühren. Das Gewehr wird entwaffnet, die Feder triumphiert.
Diese Umkehrung ist jedoch nicht nur eine ästhetische Geste. Sie ist ein philosophisches Statement: Was passiert, wenn wir die Logik der Gewalt durch eine Logik der Sanftheit ersetzen?
Die Kunst der Metamorphose: Die transformative Sprache HEAVEN KNOWS
Stäblers Kunst spricht eine Sprache, die sich durch ihre Tiefe und Vielschichtigkeit auszeichnet. In dem Werk HEAVEN KNOWS gelingt ihm eine einzigartige Transformation von Formen und Bedeutungen:
Subtile Symbolik: Die Feder als Symbol der Fragilität, die jedoch stärker als jede Waffe ist.
Visuelle Spannung: Die Skulpturen bewegen sich zwischen Schwere und Leichtigkeit, zwischen Stillstand und Bewegung.
Emotionale Resonanz: Der Moment, in dem der Betrachter erkennt, dass das, was zerstören sollte, nun erschafft, hinterlässt eine tiefe emotionale Wirkung.
